Elektrosensibilität wird wissenschaftlich sehr kontrovers diskutiert. Oft werden die Symptome aus
Unwissenheit nicht auf Elektrosmog zurückgeführt. Nicht selten gelten diese Menschen als
psychosomatisch Kranke, weil alle üblichen Symptombehandlungen nicht greifen.
Reaktion auf elektro-magnetische Umweltvergiftung Elektrosensible klagen unter Symptomen wie Unwohlsein,
Kopfschmerzen, schweren Schlafstörungen bis hin zu kognitiven Ausfallerscheinungen. In der Literatur werden ebenfalls Bluthochdruck, Erschöpfungssyndrome oder
Blutdruckschwankungen, Schwindel, Tinnitus und Hautkrankheiten genannt. Die Ähnlichkeit der Symptome zum Beschwerdekreis bei Chemikalienunverträglichkeit ist offensichtlich. Das macht deutlich, dass Elektrosensibilität zum Formenkreis der Allergien zu rechnen ist. Das körpereigene Regulationssystem ist - nach jahrelanger Fehlbelastung - nicht mehr in der Lage, diese Einflüsse auszubalancieren und gerät aus dem Ruder. Welche Symptome dann in den Vordergrund treten, ist individuell sehr verschieden und abhängig von der Gesamtverfassung der betroffenen Person.
Wie entsteht Elektrosensibilität? Menschen - und auch Tiere - haben im Gehirn hochsensible Antennen in Gestalt von winzigen Kristallen, die Signale aus der magnetischen Umwelt empfangen und auch solche abgeben. Nur so können zum Beispiel die Zugvögel sich orientieren und miteinander kommunizieren. Wird nun die Menge der zu verarbeitenden Signale zu komplex und zu "anspruchsvoll" - was bei hochfrequenten Signalen der Fall ist - , gerät der Organismus unter Stress. Irgendwann ist dann möglicherweise die Kapazität erschöpft, diesen Stresspegel aufrecht zu erhalten und das System beginnt zu kollabieren. Elektrosensibiliät und -sensitivät sind also das Ergebnis einer lange andauernden Fehlbelastung, die möglicherweise auch eingebunden ist in andere Stressreaktionen, sei es Arbeitsbelastung, Familienkonflikte oder finanzielle Not.
Immer mehr Menschen sind
heute elektrosensibel Der Anteil der Bevölkerung, der sich ohne Schutz nicht mehr in Büros, Kaufhäusern, Bahnhöfen oder Flughäfen aufhalten kann, ohne massive Stressreaktionen zu entwickeln, wird heute auf etwa
5-7% der Bevölkerung geschätzt. Vor 10 Jahren galten lediglich 0,1 %
der
Bevölkerung als elektrosensibel - in den nächsten Jahren erwarten Experten
bereits einen Anteil von 15 % und
mehr.