Die Alten wussten es noch - ob Hippokrates, Paracelsus oder Hildegard von Bingen: Reichliches Wassertrinken ist die beste und erste Medizin. Heute entdeckt es die moderne Heilkunde wieder neu. Bahnbrechend dafür waren die Forschungen des iranischen Arztes Dr.F.Batmanghelidj.
1979 von der Revolutionsregierung inhaftiert, war Batmanghelidj im Gefängnis als Arzt für seine Mitgefangenen tätig. Da keine Medikamente zur Verfügung standen, gab er den Patienten schlichtweg Wasser und leitete sie an, kontinuierlich über den Tag verteilt ausreichend Wasser zutrinken. Selbst verblüfft von den Heilwirkungen bat er darum, nach seiner Entlassung noch weiter im Gefängnis bleiben zu dürfen, um seine Beobachtungen zu vertiefen. Später forschte er in Amerika intensiv an dem Phänomen der Dehydrierung (Austrocknung) und Hydration (Bewässerung) des menschlichen Körpers. Dabei entdeckte er, dass ein defizitärer Wasserstatus im Körper die Basis für so unterschiedliche Krankheiten wie Rückenschmerzen, Bluthochdruck oder Depressionsein kann. (Buchtipp: F.Batmanghelidj: Sie sind nicht krank, Sie sind durstig.) Inzwischen ist bekannt, dass etwa die Hälfte der bundesdeutschen Bevölkerung „dehydriert“ ist.
Eine bessere und billigere Medizin als täglich zwei Liter gutes Wasser zu trinken, gibt es nicht.
Wasser ist das Hauptlösungsmittel für alle Nahrungsmittel, Vitamine und Mineralien. Bei Wassermangel arbeitet der Stoffwechsel nur auf Sparflamme und die Zellen vertrocknen wie Rosinen. Wasser sollte nie eiskalt und auch nicht in großen Mengen auf einmal getrunken werden. Am besten etwa 10 - 15 Gläser hochwertiges Wasser zimmerwarm über den ganzen Tag verteilt trinken.
Wassertrinken gibt Energie
Wasser liefert der Zelle Sauerstoff und transportiert die verbrauchten Gase von den Zellen in die Lunge, damit sie ausgeatmet werden können. Wasser erzeugt in jeder Körperzelle elektrische und magnetische Energie - es liefert die Kraft zum Leben. Ohne Wasser "läuft" gar nichts. Wasser liefert die Kraft und die elektrische Energie für alle Gehirnfunktionen, insbesondere für das Denken. Bei Wassermangel fischt der Geist im Trüben und lernt schlechter.
Wassertrinkenhält die Gefühle "im Fluss"
Wassertrinken fördert auch Kreativität und emotionale Intelligenz. Wasser wird für die Bildung aller Neurotransmitter (einschließlich Serotonin) gebraucht. Dies beugt auch depressiven Störungen vor. Bei Wassermangel werden keine Sexualhormone gebildet - einer der Hauptgründe für Impotenz und Libidoverlust. Wassertrinken erhält die Lebensfreude.
Wasser reinigt von innen
Wasser sammelt giftige Abfallstoffe aus verschiedenen Körperteilen und transportiert sie zu Leber und Nieren, damit sie ausgeschieden werden können. Wassertrinken ist notwendig zur Entschlackung, sonst vermüllt der Körper und wird anfällig für Allergien. Wassertrinken macht die Haut glatter und elastischer. Die vielfältigen Funktionen der Haut als Membrane und Ausscheidungsorgan werden gestärkt. Ein klarer Urin ist ein sicheres Indiz, dass genügend Wasser getrunken wird.
Wassertrinken stärkt das Immunsystem
Wasser ist ein wesentlicher Bestandteil der Systeme zur Kühlung und Erwärmung des Körpers. Wassertrinken beugt Erkältungen vor und stabilisiert die Körpertemperatur.
Wassertrinken beugt Zivlisationskrankheiten vor
Wasser ist das Hauptgleitmittel in den Gelenkspalten und hilft Arthrose vorzubeugen. Mit Hilfe von Wasser werden auch die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern zu stoßdämpfenden "Wasserkissen".Wassertrinken beugt Rückenbeschwerden vor.