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Alles ist aus dem Wasser entstanden!“ lässt Goethe seinen Thales in der Klassischen Walpurgisnacht sagen.Damit hat er unzweifelhaft auch in wissenschaftlicher Hinsicht Recht. Alles Leben hat seinen Ursprung im Ozean, sagen die Evolutionsforscher. Die Körperflüssigkeiten von Quallen und Fischen, von Hunden und Menschen weisen die gleichen Salze in fast der gleichen Zusammensetzung wie das Meerwasser auf. Blut sei nichts anderes als geringfügig verändertes Meerwasser, sagen dieBiologen. 

Alles Leben ist im und aus Wasser entstanden ist. Daran erinnert uns auch die schlichte Tatsache, dass wir am Beginn unseres Lebens als menschliche Samenzelle zu 98 Prozent aus Wasser bestanden haben. Im Laufe des Lebens wird der Anteil dann zwar immer geringer, aber selbst im hohen Alter wird unser Gehirn noch zu  90 Prozent aus Wasser bestehen und mehr als 10.000 Liter werden dort täglich zirkulieren.

Der Schöpfungsmythos der Papua in Neuguinea und erzählt eine wunderschöne Geschichte:
 „AmAnfang gab es weder Land noch Berge noch Menschen. Die Erdoberfläche war mit Wasser bedeckt. Es gab nur ein einziges Lebewesen, eine riesige Schildkröte, die langsam herumschwamm, bis sie den Wunsch verspürte, sich auszuruhen. Mit ihren mächtigen Flossen schaufelte sie Sand vom Meeresboden nach oben. Nachdem sie lange geschaufelt hatte, erschien das erste Land auf der Wasseroberfläche. Es leuchtete und strahlte, denn es enthielt Leben, das später hervorkommen sollte.“

Vom Ursprung allen Lebens aus dem Wasser zeugen auch viele andere Schöpfungsmythen. Dabei heißt es immer, dass im Anfang nur das Wasser existierte. Die babylonische Schöpfungserzählung(Enumaelis) berichtet, dass im Anfang weder Himmel noch Erde existierten, sondern allein die Wasser des uranfänglichen Ozeans. Und im AltenTestament der Bibel heißt es, dass „der Geist Gottes über den Wassern schwebte“, bevor dann in sieben Tagen die Welt erschaffen wurde. Das Wasser wurde nicht erschaffen – es war einfach.

Wissenschaft wie Religionen beschäftigt natürlich die Frage, wann und warum es zur Landbildung und damit zur Entstehungsgeschichte der Natur mitsamt dem Menschen gekommen ist. Wo ist das Wasser hingegangen, das einst den ganzen Planeten bedeckte? Ein interessanter Hinweis findet sich in den Jahrtausende altensumerischen Tafeln, die Anfang des letzten Jahrhunderts entdeckt wurden:

Der sumerische Name für Erde bedeutet „die Gespaltene“. Durch einen Zusammenstoß des Nibiru Mondes mit einem Stern namens Tiamat soll sich auf der Erde ein riesiges Loch gebildet haben –dort, wo heut der Ozean ist. Der große Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter soll auch im Zuge dieses „kosmischenUnfalls“ entstanden sein.
Wie auch immer es sich zugetragen haben mag und woher die Sumerer dieses Wissen hatten, interessant in diesemZusammenhang ist, dass auch im Schöpfungsmythos der Bibel berichtet wird, wie Gott schon am zweiten Schöpfungstag die Wasser teilt. Irgendwie scheint es ein altes Urwissen oder Ahnen um einen kosmisch-göttlichen „Eingriff“ zu geben, der letztlich zur Landbildung und Entstehung des Menschen führte.